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E-Bikes und Pedelecs

E-Bikes und Pedelecs

Elektrofahrräder liegen voll im Trend. Ob als Sportgerät, als umweltschonende Alternative zum Auto oder einfach nur als Fortbewegungsmittel – das Interesse nimmt seit einigen Jahren stetig zu. Gerade auch, weil die Technik sich rasant weiterentwickelt und E-Bikes dadurch immer erschwinglicher, Motoren, Akkus und andere Komponenten besser werden. E-Bikes sind nicht nur günstig im Unterhalt, sondern bieten eine hohe Energieeffizienz, erzeugen keinen Lärm, halten fit und sind recht einfach in der Bedienung. Elektrofahrräder haben den Wandel vom Fahrrad für Senioren hin zum modischen Trendgerät für Jedermann vollzogen.

Im Gegensatz zum Auto sind E-Bikes relativ günstig in der Anschaffung, brauchen wenig Platz zum Parken und auch die Wartungskosten halten sich in Grenzen. Zudem ist man im Straßenverkehr sehr flexibel. Das Elektrobike bietet also eine zeitgemäße, sportliche und oft auch schnellere Alternative zum Auto. Die Vorzüge zum einfachen Fahrrad: Mit dem Elektrorad ist man schneller, kann längere Strecken zurücklegen und durch die Motorunterstützung gerät man nicht so leicht ins Schwitzen.

Mittlerweile kursieren verschiedene Begriffe für elektrisch betriebene Fahrräder. Elektrofahrrad, Elektrorad oder E-Bike werden als Oberbegriffe für alle Arten von Fahrrädern mit Elektroantrieb genutzt, doch streng genommen unterscheidet man zwischen E-Bike, Pedelec und S-Pedelec.
Doch was sind eigentlich Pedelecs, woher kommt der Name, was ist ein S-Pedelec, was ein E-Bike? Worin liegen die Unterschiede?

Die ersten E-Bikes

In den 80er-Jahren wurden die ersten E-Bikes entwickelt, doch war deren Technik noch sehr unausgereift, dadurch hielt sich die Resonanz vorerst in Grenzen. 1992 fertigte das Schweizer Unternehmen „Velocity“ die ersten E-Bike-Modelle, denen ein wenig mehr Beachtung zuteil wurde. Sie hießen Dolphin-Bikes. Seitdem gingen immer mehr Firmen mit E-Bikes an den Markt: Yamaha im Jahr 1994 mit dem Power Assist, das Start-up-Unternehmen BKTech mit dem E-Bike-Modell „Flyer“ im Jahr 1995. So viel zur Begriffsverwirrung, die sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zwar verändern, aber erst einmal nicht verbessern sollte. Den heute eher geläufigen Begriff Pedelec erwähnte Susanne Brüsch in ihrer Diplomarbeit 1999 das erste Mal. Doch Pedelec ist nicht gleich E-Bike.

Unterschiede Pedelec – S-Pedelec – E-Bike

Pedelecs – Fahrräder mit limitierter Tretunterstützung

Der Name Pedelec kommt aus dem Englischen und ist eine Abkürzung für Pedal Electric Cycle. Ein Pedelec ist also ein Fahrrad, bei dem die Pedale durch elektrische Kraft angetrieben werden. Wenn die Pedale nicht bewegt werden, schaltet sich auch der Motor nicht ein. Ein Pedelec unterstützt also den Fahrer ausschließlich beim Treten und ist somit eine Kombination aus Muskelkraft und elektrischem Motor. Wie viel Unterstützung der Fahrer benötigt, kann er meist in mehreren Stufen einstellen, abhängig von seiner Trittfrequenz. Weiterhin gibt es Pedelecs mit Schiebe- oder Anfahrhilfe, diese bieten eine Motorunterstützung von bis zu 6 km/h, ohne dass die Pedale bewegt werden. So kann der Fahrer beispielsweise an einer Ampel ganz leicht anfahren oder das Gefährt neben sich her rollen, ohne es anschieben zu müssen. Das ist vor allem dann praktisch, wenn man Lasten transportieren oder eine Steigung überwinden muss. Für Pedelecs mit Anfahrhilfe brauchen nach dem 1. April 1965 Geborene einen Mofa-Führerschein.
Gesetzlich zählt das Pedelec zu den Fahrrädern, es ist somit versicherungs- und zulassungsfrei und darf (jedenfalls bisher) ohne Helm gefahren werden. Oberhalb der gesetzlich erlaubten Fahrgeschwindigkeit von 25 km/h wirkt die Motorunterstützung nicht.

S-Pedelecs oder Hybrid E-Bikes – Fahrräder mit unlimitierter Tretunterstützung

S-Pedelecs funktionieren im Prinzip wie Pedelecs, allerdings läuft Motor mit höherer Leistung. Um ein S-Pedelec fahren zu dürfen, benötigt man mindestens einen Mofa-Führerschein. Die Abschaltung des Zusatzantriebs erfolgt beim S-Pedelec bei einer Geschwindigkeit von maximal 45 km/h. Bisher besteht keine Helmpflicht für S-Pedelecs. Da das Gesetz solche Fahrzeuge bisher nicht vorsieht, gibt es auch keine rechtliche Regelung, also zählen S-Pedelecs zu den Kleinkrafträdern oder Leichtmofas und sind damit versicherungspflichtig.

E-Bikes – Fahrräder mit elektrischem Zusatzantrieb

Bei den E-Bikes lässt sich der Motor per Handgriff zuschalten – wie bei einem Mofa oder Motorrad. E-Bikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h zählt man zu der Kategorie „Leichtmofa“. Fahrer brauchen keinen Helm, aber eine Betriebserlaubnis sowie ein Kennzeichen und müssen mindestens 16 Jahre alt sein. Bei einer Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h zählen E-Bikes zu den Kleinkrafträdern, Fahrer müssen also einen Helm tragen und benötigen natürlich Kennzeichen und Betriebserlaubnis.